Mainstream-Rock mit songwriterischen Zuckerstückchen

Weiden und Wiesen. Weiträumige Lieder. Landstraßenlieder. Weltumarmungslieder. Komponiert mit dem Händchen für den herzbrechenden Dreh und die lebensbejahende Melancholie. Arrangiert mit allen Mitteln, die melodische Gitarrenmusik des Indie- / Rock- / Songwriter-Bereiches in den letzten 25 Jahren hergegeben hat.

Man hört den perlenden Fluss des klassischen College Rock ebenso wie den Punch perfekter Emo-Bands Marke Moneen, Brand New oder FallOut Boy, bevor sie sich selbst mehr zu lieben begannen, als ihre Fans. Songs wie "Idols" könnten als Nachfolger von Snow Patrol eine Staffel von Grey's Anatomy einleiten und in einem wunderschönen "in die Ferne-Gucker" wie "Riot Girl" hört der 90er-Jahre-Gemütsmensch die seligen Gin Blossoms wieder belebt.

Der Mut zum Mainstream-Rock und der ungebrochene Schnodder von Alex Amsterdams Gesang, der geschliffen wurde, ohne seine Kanten zu verlieren. Er überzieht die songwriterischen Zuckerstückchen mit einer Kruste aus dem lakonischen Tonfall des kalifornischen Punkrocks und der attraktiven Arroganz des alten Britpop. Als träfen sich No Use For A Name und Oasis zur Jam-Session, um den besten Liedern von The Fray endlich mal Pfeffer im Arsch zu verleihen. "Ich habe gelernt, Pause zu machen und mich zu besinnen", sagt Alex Amsterdam. Er ist auf Solo/unplugged-Tour und präsentiert seine Songs OHNE eine Backing Band und in intimem, rein akustischem Rahmen.

Derzeit ist Alex Amsterdam im Studio und nimmt sein neues Album auf, das im April 2014 erscheinen wird. Hieraus wird er auch einige Stücke in Visselhövede vorab und exklusiv im Unplugged-Gewand präsentieren. Allerdings nicht auf dem Singer-Songwriter-typischen Barhocker sondern er rockt auch solo über die Bühne als wäre eine imaginäre Band hinter ihm.