Hans-Christoph Michel trägt Texte von Robert Gernhardt vor

Robert Gernhardt, Dichter, Essayist und Satiriker der "Neuen Frankfurter Schule" schrieb mit Witz, Humor, Esprit, Ernst und Tiefgang

Der Hamburger Schauspieler Hans-Christoph Michel trägt Texte des 2006 gestorbenen Dichters und Satirikers Robert Gernhardt vor. Gernhardt war Herausgeber der legendären Satire-Zeitschrift "Pardon" und Mitbegründer der "Titanic". Er war als Dichter, Essayist und Satiriker ein Mitbegründer der "Neuen Frankfurter Schule". Er schrieb mit Witz, Humor, Esprit, Ernst und Tiefgang.

Mit seiner Mimik und seinem Stimmfall versteht es Hans-Christoph Michel, seine Zuhörer in den Bann zu ziehen. Mal lässig, mal fragend, mal zaghaft liest er die Schöpfungen des  Dichters und Satirikers Gernhardt. Die Texte sind teils brüskierend, teils lyrisch, teils reichen sie in die Obszönität hinein, teils treiben sie einfach Schabernack mit Worten und verletzten ab und zu die Grenzen des so genannten guten Geschmacks. Aber Hans-Christoph Michel hat diese Worte im Griff, unterstreicht ihre Bedeutung mit Körpersprache, bringt sie an den Mann (und die Frau). Dabei wechselt er von einfachen Dichtungen aus der Tierwelt wie "Der Höhlenbär spricht mit Bedacht: Die Bären werden nachts gemacht. Dann stürmt er mit Gegröhle in seine Bärenhöhle." zu Aussagen mit religiösem Charakter wie "Lieber Gott, nimm es hin, dass ich was Besond'res bin. Und gib ruhig einmal zu, dass ich klüger bin als du. Preise künftig meinen Namen, denn sonst setzt es etwas. Amen." Mit Robert Gernhardt hat Michel jedem etwas zu sagen. Und es kommt an.

 

Meisterhaft vorgetragene Literatur wird eingebettet in ein reizvolles gastronomisches Umfeld von kulinarischen Leckereien, die das Öffnet externen Link in neuem FensterRestaurant Café NebenAn in drei am Tisch servierten Gängen und einem den Abend beschließenden Nachtisch-Buffet bereit stellt. Eine lockere Abfolge von Vortrag, Speis' und Trank begleitet die Gäste durch den kurzweiligen Abend.