Duo Cassard

Nach dem phantastischen Konzert im Frühjahr 2010 im Heimathaus, bei dem die Orgelwerke - mangels Orgel - auf dem Akkordeon dargeboten wurden, nun das Original: Cassard musizierte mit der Orgel in der St. Johannis Kirche. Und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Die Kombination von Orgel und Bombarde war ebenso wie das Zusammenspiel von Orgel und bretonischen Dudelsack ein unglaubliches Klangerlebnis.

Nachdem die beiden Herzblut-Musiker in den verschiedensten Besetzungen (Adaro, Hölderlin Express, La Marmotte, Estampie, DÁN…) und seit einigen Jahren auch gemeinsam als Leiter von Folk-Workshops in Erscheinung traten, sind nun ihre bisherigen Erfahrungen aus den Bereichen Folk (verschiedenster Couleur), Weltmusik, Mittelalter etc. bei Cassard als Essenz zu einem gleichsam filigranen und doch wuchtigen Musikerlebnis gebündelt.
Elemente keltischer Musik verbinden sich mit orientalischen Klängen, Balkan-Rhythmen und sakrale Stimmungen verschmelzen mit verschiedensprachigen Liedtexten und dem Klangbild archaischer Instrumente. Dabei ist der Sound des Duos bei aller Vielfalt primär von ihrer Begeisterung für die Musik und einer unverkennbaren persönlichen Handschrift geprägt.

Gleich dem Vorbild des „Namensgebers“ Jacques Cassard, eines bretonischen Kapitäns, dessen Freibeutertum durch den Auftraggeber Ludwig XIV geadelt war, begeben sich die beiden Musiker auf einen Beutezug durch verschiedenste Folk-Traditionen und Epochen. Dies dient letztendlich dem Zweck, mit viel Spaß schöne Musik zu spielen. Mit einer enormen dynamischen Bandbreite entführt das Duo sein Publikum in stürmische Gewässer, um es im nächsten Augenblick mit zarten Tönen von Schlüsselfidel und Mandoline auf ruhiger See dahinzuschweben zu lassen.

Im Vorwort zur CD „Pengobilo“ beschreibt Rüdiger Oppermann die Musik von Cassard folgendermaßen:
Hier haben sich zwei profilierte Köpfe der Szene zusammengetan, die schon in anderen erfolgreichen Projekten zu hören waren. Und endlich hören wir einen Klang, für den Deutschland reif war, den wir bisher hier vermisst und eher woanders gehört haben:
Eine gleichzeitig tänzerische, spielerische, hochvirtuose und zartkräftige Musik, einen Sound der keine großen Formen braucht und doch oft wuchtiger daherkommt als manche vielköpfige Groß-Band. Gespielt von gestandenen Musikern die ihr Handwerk beherrschen, die Spontaneität, Spielfreude und Improvisationskraft noch nicht verloren haben und auf CD wie auf der Bühne einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Da paaren sich die unglaublichen Tiefbässe und schönen Harmonien von Mayrs Akkordeon mit den leicht dahinhüpfenden, arabesk verzierten Melodien, die sich aus aus C. Pelgens unerschöpflicher Sammlung von weltweit geblasenen Tröten winden. Traditionelle Melodien wechseln sich mit hörenswerten Eigenkompositionen ab. Sogar an die Kombination Orgel-Bombarde trauen sich die beiden heran, mit bemerkenswertem Ergebnis. Ein ganzes Arsenal an traditionellen Instrumenten wird hier aufgefahren, und doch ist dies kein Selbstzweck, sondern dient nur dem einen Ziel: Die bestmögliche Musik zu spielen! Dazu noch eine schöne Stimme, intelligente Arrangements, tänzerischer Beat, das passt sowohl auf den Dancefloor als auch in den Konzertsaal. Was will man mehr? Cassard definiert den Sound der Zeit der neuen deutschen Folkwelt. Und wie soll man diesen Stil nun nennen, zwischen ModernTrad/ NuFolk/ Freefolk/ GarkeinFolk?
Vielleicht einfach: Gute Musik, tanzbar und zum Genießen.


Cassard sind:
Christoph Pelgen (La Marmotte, Estampie, ex Adaro)
Gesang, Dudelsäcke, Bombarde, Low Whistle, Mandoline, Mandola
und
Johannes Mayr (DÁN, La Marmotte, ex Hölderlin Express)
Orgel, Akkordeon, Schlüsselfidel, Bass-Schlüsselfidel, Gesang

 

 Bühnenbau und Lichttechnik kommt auch bei dieser Veranstaltung aus den Händen unseres bewährten Technik-Partners Lennart Dreyer, Öffnet externen Link in neuem FensterCONCEPT Veranstaltungstechnik.