Mittwoch, 19.03.2008: Kleines & Feines - Dr. Burckhard Garbe

Goodbye Goethe - Sprachglossen zum Neudeutsch


Goethe war gestern. Heute geht's um Neudeutsch. Mit kreativer Syntax, A-kü-spra und Internationalismen. Mit den Ein- und Ausfällen der Werbesprache, im Schlagschatten der Schlagzeilen.

Der Göttinger Sprachwissenschaftler Dr. Burckhard Garbe entdeckt Kurioses in den Irrungen und Wirrungen der Gegenwartssprache: Mitten im "Denglischen" seltsame Eindeutschungsversuche wie 'Grinsegesicht' für den 'Smiley', kein 'schönstes deutsches Wort' und die nie endenwollende Rechtschreib-'Reform'.

Wenn man Neuwörter wie 'Brüll-Beton' und 'gefühlt' 'am Start hat', dann ist man heute 'gut aufgestellt' und nicht dumm 'wie zehn Meter Feldweg'.

Sprache - amüsant vorgetragen und kommentiert - eingebettet in ein reizvolles gastronomisches Umfeld von kleinen & feinen Leckereien, die das Restaurant Café NebenAn bereit stellt. Eine lockere Abfolge von Speis' und Trank und Sprech begleitet die Gäste durch den kurzweiligen Abend.


Dr. Burckhard Garbe
geb. in Berlin, Schriftsteller und germanistischer Hochschullehrer an der Uni Göttingen, lebt in Immenhausen-Holzhausen bei Kassel, schreibt und veröffentlicht: Aphorismen, Konkrete Poesie, Kinderbücher, satirische Kurzprosa, Reiseliteratur, wissenschaftliche Fachbücher, Arbeiten für den Rundfunk. 33 Bücher, 10 literarische Auszeichnungen (u. a. Niedersächsischer Kunstpreis für Literatur 1991). Einzelne Texte sind ins Bosnische, Polnische und Chinesische übersetzt. Regelmäßig Leiter von Schreibwerkstätten. Mit seiner Frau Dagmar Garbe Juryarbeit beim Literatur-Nachwuchs-Preis 'Holzhäuser Heckethaler' und 'Literarische Menüs' in guten und sehr guten Restaurants...