Donnerstag, 03.04.2008: Kino in der St. Johannis Kirche

Claude Nuridsany, Marie Pérennou - Mikrokosmos


Wir 'begleiten' das Kulturprogramm zum 750jährigen Bestehen der St. Johannis Kirche in Visselhövede mit einer besonderen Film-Auswahl. Gezeigt werden überzeugende Filme, die anregen, die Lust zum Hinsehen vermitteln und zugleich pures Kinovergnügen bereiten. Lassen Sie sich ein auf besondere Filme, die Berührungspunkte haben zu zentralen Themen des Glaubens: Vertrauen, Glauben, Liebe, Leiden und Sterben, Schöpfung und Schönheit des Lebens.

Unser Kirchenkino wird unterstützt und durchgeführt durch das Kinoteam des Mobilen Kino Niedersachsen.

Eine Wiese an einem Sommertag; ein Tag, eine Nacht und das Heraufdämmern eines neuen Morgens. Ihre Bewohner, Insekten und andere Wiesen- und Wassertiere, phantastische, buchstäblich unvorstellbare Kreaturen bewegen sich in grandiosen Landschaften, in undurchdringlichen Gräserdschungeln und titanischen Tautropfen, in einer Mikrowelt, für die ein Sommernachtsgewitter katastrophale Auswirkungen annimmt.

In unwirkliches Licht getaucht und von unbekannten Tönen umgeben, entdeckt nun der faszinierte Zuschauer eine Parallelwelt, in der neue physikalische Gesetze zu gelten scheinen, wo Tiere auf dem Wasser gehen, mit dem Kopf nach unten herumziehen oder in unermessliche Tiefe fallen, ohne Schaden zu nehmen...

Mikrokosmos - Das Volk der Gräser ist ein französischer Dokumentarfilm aus dem Jahre 1996, der von Claude Nuridsany und Marie Pérennou gedreht wurde. Er zeigt die natürlichen Abläufe im Leben von Insekten auf einer Wiese in Frankreich. Er beobachtet aus nächster Nähe das Treiben von Bienen, Marienkäfern, Schnecken, Spinnen, Ameisen, Mücken bei der Nahrungsaufnahme, bei der Paarung, der Jagd, dem Gejagtwerden, dem Kampf oder dem Ausschlüpfen.

Dadurch, dass der Zuschauer den Protagonisten auf Augenhöhe begegnet, was mit Hilfe von extremen Makroaufnahmen, Slow Motion und eigens weiterentwickelten Hochgeschwindigkeitskameras geschieht, betritt er eine ihm vertraute Welt auf völlig neue Weise.

film-dienst schrieb: "Kein Naturfilm im herkömmlichen Sinn, sondern ein Kommentar zu einer ungeahnten Parallelwelt, der zwar manchmal Vorurteilen Vorschub leistet, durch seinen ungewohnten Blickwinkel jedoch Beachtung verdient."