Donnerstag, 07.02.2008: Kino in der St. Johannis Kirche

Fritz Lang - Der müde Tod
(mit Orgelbegleitung)


Wir 'begleiten' das Kulturprogramm zum 750jährigen Bestehen der St. Johannis Kirche in Visselhövede mit einer besonderen Film-Auswahl. Gezeigt werden überzeugende Filme, die anregen, die Lust zum Hinsehen vermitteln und zugleich pures Kinovergnügen bereiten. Lassen Sie sich ein auf besondere Filme, die Berührungspunkte haben zu zentralen Themen des Glaubens: Vertrauen, Glauben, Liebe, Leiden und Sterben, Schöpfung und Schönheit des Lebens.

Wir zeigen Ihnen einen der besten Filme des deutschen Expressionismus, der live an der Kirchenorgel von einem der besten deutschen Stummfilmmusiker begleitet wird.

Der müde Tod ist der Stummfilm, mit dem Fritz Lang 1921 der internationale Durchbruch gelang.

Die Handlung:
Ein junges Ehepaar kommt in ein Gasthaus und lernt dort einen geheimnisvollen Fremden kennen. Als die Ehefrau kurz den Speiseraum verlässt, wird ihr Mann von dem Fremden zum Mitkommen aufgefordert. Sie versucht, seinen Spuren zu folgen und entdeckt dabei, dass er dem Tod folgen musste.

Die Ehefrau findet beim Tod Einlass: Er führt sie in eine dunkle Halle, in der die Lebenslichter der Menschen brennen, flackern und verlöschen, wenn ihre Stunde gekommen ist. Er gibt der Frau eine Möglichkeit, ihren Mann wieder zu bekommen: Sie muss eines von drei Lichtern retten, die gerade dabei sind, zu verlöschen. Sie scheitert.

Als letzte Chance bietet der Tod an, ihren Mann zurück ins Leben zu holen, indem sie ihm ein anderes Leben bringt. Die Frau versucht Alte, Elende und Kranke zu überreden, aber keiner will ihr sein noch so erbärmliches Leben schenken. Schließlich opfert sie sich selbst ...

Carsten-Stephan Graf v. Bothmer wird als Stummfilmmusiker den Film an der Orgel begleiten. Er gehört zu den angesagtesten Stummfilmmusikern in Deutschland, hat in zahlreichen deutschen Städten und im Ausland gastiert und sich als vielseitiger, sein Publikum mitreißender Künstler einen Namen gemacht.

Bothmers Interpretationen zu Stummfilmen, die auf einer klassischen Ausbildung an der Universität der Künste Berlin gründen, zeichnen sich durch pianistisches Können und Einfühlung, kompositorischen und improvisatorischen Wagemut sowie die souveräne Zusammenführung klassischer und moderner Traditionen aus.