Samstag, 07.01.2006: David A. Tobin's Ministry of Song

Gospel & Soul

Das Heimathaus kochte

Drei Sänger von Weltklasse, mit Schlagzeug und Keyboard begleitet, brachten die Zuschauer im restlos ausverkauften Heimathaus schon mit den ersten Takten zum begeisterten Mitklatschen. Nach dem ersten Titel schien die Stimmung bereits auf dem Siedepunkt angekommen zu sein – doch sie erwies sich als durchaus steigerungsfähig.

David A. Tobin, Johnny Tune und Brandon Delagraentiss rissen das Publikum mit ihrer äußerst dynamischen Show immer wieder von den Sitzen. Die großartigen Sänger und Tänzer präsentierten temporeich und stimmungsvoll viele Klassiker aus den Bereichen Soul, Funk oder R’n’B. Bekannte Titel wie „Ain’t no sunshine“ oder „Killing me softly“ wurden von vielen mitgesummt und das Publikum übernahm beim Refrain oftmals den Part des Background-Chors. Die Musiker verließen ihr Podium und machten den ganzen Saal zur Bühne – Musiker und Publikum wurden eins. Die Pause nach dem schweißtreibenden ersten Set hatten sich die Künstler redlich verdient und danach ging’s etwas ruhiger weiter. Jeder Sänger präsentierte sich zunächst allein. Hier hinterließ insbesondere der Beatles-Hit „Yesterday“, sehr gefühlvoll mit Gospel- und Soul-Elementen arrangiert, einen starken Eindruck. David A. Tobin führte das Gesangstrio dann mit dem Titel “Bridge over troubled Water” wieder zusammen: Zunächst sang noch jeder einzeln, leise und seelenvoll, dann als Trio mit voller Power und überwältigender Emotionalität – Begeisterung, Gänsehaut-Feeling und glänzende Augen im Publikum waren die Folge. Motown-Hits wie „Funky Town“ und Gospel-Klassiker à la „Oh happy day“ rundeten das Programm ab und nach mehreren Zugaben bildeten sich dann lange Schlangen beim CD-Verkauf, während die Veranstalter schon erste Gespräche über ein weiteres Konzert mit David A. Tobin’s Ministry of Song führten.

Für uns war das Konzert mit David A. Tobin’s Ministry of Song ein äußerst gelungener Auftakt in das Veranstaltungsjahr 2006.