Samstag, 28.08.2004: Roland Matthies - Jacques Brel und >>Neues<<

Mit Christoph Iacono am Klavier

Jacques Brel - kaum ein Sänger hat so viele Musiker inspiriert. Was er singt ist kraftvoll und pur, ehrlich und provokant. Er singt es in der schönsten und einzigen Sprache, die dem Chanson zur Verfügung steht: Herzenssprache, mit französischer Zunge und flandrischer Färbung. Er singt von der Liebe, als erlebe er sie jedesmal zum ersten Mal. Er singt von der Niederlage, als würde er als einziger in der Welt immer wieder von ihr heimgesucht. Er singt von der Verbiesterung und Kleinlichkeit. Und er singt vom Tod, als wäre er bereits tausend Tode gestorben.

Die Lieder von Jacques Brel leben davon, dass sie aufgeführt werden: sie entstehen im direkten Kontakt zwischen Bühne und Publikum. Hier, an diesem Abend mit dem Schauspieler und Sänger Roland Matthies, sollen sie einmal aufs Neue geboren werden:

Roland Matthies singt Jacques Brel - aber nicht nur!

Roland Matthies ist, wie Jacques Brel, in Brüssel aufgewachsen. Mit 20 Jahren ging er nach Paris, um an der École Internationale de Théâtre Jacques Lecoq zu studieren. Als Schauspieler und Sänger trat er an zahlreichen Bühnen in Belgien, Deutschland und Frankreich auf. Er entdeckte seine Liebe für den belgischen Gefühlsvirtuosen Brel neu, dessen Musik ihn von Kindesbeinen begleitet hat. Roland Matthies lehrt u.a. an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, an der FH Ottersberg und an der Stella-Academy in Hamburg.

Christoph Iacono studierte Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Seit 1996 widmet er seine musikalische Einfallskraft vor allem der Tanz- und Theaterarbeit, so im TanzTheater Hannover, den Bühnenshows des Tänzers Thorsten Kreissig und in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Tänzern aus dem Ensemble von Pina Bausch.